Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
am 06.05.2026 fand die Bürgerversammlung zum geplanten Baugebiet „Nördlich Kartalsweg“ statt. Ziel dieser Veranstaltung war es bewusst, die Bürgerinnen und Bürger – insbesondere die unmittelbaren Anwohnerinnen und Anwohner – frühzeitig über die bisherigen Planungen zu informieren und gleichzeitig den gesetzlich vorgesehenen Anforderungen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit gerecht zu werden.
Vor allem aber war es uns wichtig, mit den betroffenen Menschen direkt ins Gespräch zu kommen, Sorgen, Ängste und Hinweise aufzunehmen und diese in die weiteren Planungen einfließen zu lassen.
Die Planungen und die bisherigen Untersuchungen wurden durch das Planungsbüro FIRU ausführlich und verständlich vorgestellt. In den anschließenden Wortmeldungen und Diskussionen wurde deutlich, dass insbesondere die Themen Verkehrsbelastung, LKW-Verkehr, Busverkehr sowie zu schnell fahrende Fahrzeuge im Bereich Kartalsweg die größten Sorgen vieler Anwohnerinnen und Anwohner darstellen.
Diese Hinweise nehmen wir sehr ernst.
Neben den zahlreichen Wortmeldungen während der Versammlung haben mich sowohl vor der Veranstaltung als auch danach einige Briefe, Nachrichten und persönliche Rückmeldungen beschäftigt. Sämtliche Anregungen, Hinweise, Sorgen und auch Änderungsvorschläge werden derzeit zusammengetragen, ausgewertet und – soweit rechtlich und fachlich möglich – in die weiteren Planungen im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Abwägung einbezogen.
Darüber hinaus prüfen wir aktuell auch, die möglichen zukünftigen Nutzungen entlang des Kartalsweges gesamtheitlich zu betrachten. Dabei geht es insbesondere um die Frage, welche Auswirkungen mögliche Entwicklungen rechts und links des geplanten Baugebietes künftig auf den Verkehrsfluss und das Verkehrsaufkommen haben könnten. Ziel muss eine nachhaltige, belastbare und rechtssichere Gesamtbetrachtung sein – keine kurzfristigen Schnellschüsse.
Um bereits jetzt erste belastbare Erkenntnisse zur tatsächlichen Verkehrssituation zu erhalten, wurde kurzfristig ein Geschwindigkeitsanzeigegerät im Kartalsweg aufgestellt. Dieses weist nicht nur auf die geltende Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h hin, sondern erfasst gleichzeitig auch Verkehrsmengen sowie Geschwindigkeitsüberschreitungen. Die daraus gewonnenen Daten werden eine wichtige Grundlage für weitere Überlegungen und mögliche Maßnahmen sein.
Ich möchte mich ausdrücklich für die hohe Beteiligung an der Bürgerversammlung bedanken. Besonders positiv war trotz unterschiedlicher Auffassungen der überwiegend sachliche und konstruktive Austausch. Genau so sollte Bürgerbeteiligung funktionieren.
Selbstverständlich verfolgen wir auch die aktuellen politischen Diskussionen und Vorschläge zu diesem Thema aufmerksam. Die dort angesprochenen Punkte greifen viele Themen auf, die die Bürgerinnen und Bürger jedoch schon seit längerer Zeit beschäftigen aber grundsätzlich prüfenswert sind. Diese nun durch schnelle Sofortmaßnahmen ad hoc anzugehen. wird unserem Anspruch nach vernünftigen und tragfähigen Lösungen jedenfalls nicht gerecht.
Gleichzeitig ist es uns wichtig, nicht kurzfristig mit übereilten Maßnahmen zu reagieren, sondern Verbesserungsvorschläge im Gesamtzusammenhang zu bewerten und konstruktiv, überlegt und nachhaltig anzugehen.
Uns ist wichtig, gemeinsam tragfähige Lösungen für Ochtendung zu entwickeln – mit Augenmaß, Verantwortung und einer klaren Orientierung an den berechtigten Interessen aller Ochtendunger Bürgerinnen und Bürger.
Anbei der Vortrag des Planungsbüro´s FIRU der am Abend der Bürgerversammlung vorgestellt wurde.
Ihr
Hans-Georg Hammes
Ortsbürgermeister